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Expertenforum: Naturheilkunde & Homöopathie


Datum:
21.11.2006
Name:
Stefan Letz
Fragestellung: 
Wann muss man die Nahrung von Beba Pre auf Beba 1 umstellen? Und ist das überhaupt nötig?
Erklärung:

Unser Sohn ist am 17.01.05 vier Wochen zu früh geboren, mit 1830 Gramm. Er bekam zuerst Beba Frühgeborenennahrung bis 3500 Gramm Gewicht. Jetzt füttern wir seitdem Beba Pre - momentanes Gewicht 5600 Gramm mit 4 Monaten. Der Junge trinkt 4x pro Tag je ca. 200 ml. Er schläft nachts von 20 bis 5 / 7 Uhr durch. Unser Kinderarzt meint, wir sollen jetzt auf Beba 1 umstellen. Wir haben aber Sorge, dass unser Sohn dann weniger trinkt als er braucht, durch die eh schon wenigen Mahlzeiten.
Auch scheint er davon satt zu werden für 3,5 bis 4,5 Stunden tagsüber.

Antwort:

Aufholwachstum

Das hier beschriebene Trinkverhalten und die Ernährung ihres Sohnes ist geradezu mustergültig. Gratulation! Ihr Säugling hat sein Mangelgewicht mittlerweile erfreulich, ja geradezu überdurchschnittlich aufgeholt.

Trinkmenge
Im ersten Lebenshalbjahr liegt die durchschnittliche Trinkmenge bei etwa einem einem Sechstel des Körpergewichtes. In Ihrem Falle also ca. 950 ml, und somit eine Energiezufuhr von ca. 90 kcal pro Kilogramm am Tag.

Ernährungsbedarf
Der Umstieg von einer Premilch auf die Anfangsmilch 1 des gleichen Herstellers klingt zum jetzigen Zeitpunkt mit vier Monaten durchaus vernünftig. Die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Säuglingsmilchen entsprechen den natürlichen Veränderungen der Muttermilch. Im Alter von 4 Monaten nimmt etwa die Trinkmenge, aber auch der Kalorien- und Eisenbedarf des Säuglings zu, der Fettgehalt der Milch nimmt hingegen ab. Daher werden in den industriellen Fertig-Folgemilchen die Fette gegen längerkettige Kohlehydrate wie Stärke und einen höheren Eiweissanteil ausgetauscht.

Milchumstellung
Die Einführung der Folgemilchen wird nach meiner Erfahrung auch nicht zu einem schlechteren Trinkverhalten führen. In der Praxis beobachte ich meist das Gegenteil! Sie müssen die Ernährung auch nicht mit dem Rechenschieber bemessen. Die Natur hat unsere Säuglinge mit einem ausgezeichneten intuitiven Trinkverhalten ausgestattet - Ihr Sohn ist ein Musterbeispiel hierfür. Die beschriebenen vier Mahlzeiten, mit den entsprechend langen Verdauungspausen, sind ideale Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen. Für die langen und offensichtlich ruhigen Nächte werden Sie viele Mütter beneiden. Im Grunde zeigt ihr Kind, als ehemaliges Frühgeborenes, bereits ein vorgereiftes Ernährungsverhalten, etwa einem acht Monate alten Kleinkind entsprechend.

Ändern Sie bitte nichts am Trinkrhytmus, Ihr Baby ist in dieser Hinsicht perfekt. Mit den besten Wünschen, Ihr Dr. Martin Lang, Kinder- und Jugendarzt, Augsburg