Statistisch gesehen treffen Erkältung & Co. Vorschulkinder bis zu achtmal im Jahr. Erkältungen sind keine behandlungsbedürftigen Krankheiten im eigentlichen Sinne. Sie zeigen an, dass sich das (noch junge) Immunsystem gerade an unerwünschten Eindringlingen übt. Doch während die Körperpolizei arbeitet, machen Begleitbeschwerden wie Halskratzen und -schmerzen (medizinisch: Pharyngitis) dem Opfer zu schaffen. Die Schleimhäute schwellen an, sodass sich der kleine Patient permanent räuspern möchte. Nicht gerade förderlich für einen gereizten Schlund. Wer jetzt die Stimmbänder überstrapaziert, provoziert eine komplette Heiserkeit.
Gut, dass alle Therapien gegen Halsweh auch gleichzeitig den Schleimhäuten gut tun und sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Trocknen Rachen und Nase nämlich aus, haben weitere Bakterien und Viren leichtes Spiel. Daher sollten Eltern mit Ihrem Kind zum Arzt gehen, wenn sich Halsschmerzen und Schluckbeschwerden nicht innerhalb von drei Tagen bessern, die Lymphknoten stark anschwellen, der Schlund rot entzündet ist und eventuell Fieber hinzukommt. Dann bahnt sich möglicherweise eine bakterielle Mandelentzündung an, die mit Antibiotika behandelt werden muss.
Bei leichten Virusinfekten wie einer Erkältung helfen jedoch schon einfache Maßnahmen – darüber sind sich Schul- und Naturmedizin einig. Bei Halsschmerzen und kratzender Kehle sind grundsätzlich alle Mittel empfehlenswert, die heilende Kräuteressenzen enthalten wie Kamille, Salbei, Thymian, Lindenblüten, Ringelblume oder Fenchel. Zink, Echinacea (Sonnenhut) und die Vitamine A, C und E unterstützen das Immunsystem. Weniger geeignet für Kinder sind Eukalyptusprodukte (meist zu scharf) und ätherische Öle wie japanisches Minzöl, das bei Kindern Schleimhautirritationen und Übelkeit auslösen kann. Honig* als Heilmittel wirkt leicht antibakteriell und schmeckt Kindern prima!
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