Laterne, Laterne..
Wer war eigentlich Sankt Martin?
Illustrationwn Viola Lippmann
Es war einmal ein römischer Soldat, der hieß Martin. An einem kalten Wintertag war er mit seinem Pferd unterwegs und ritt durch die eisige Landschaft. Um sich gegen die Kälte zu schützen, trug er einen dicken, roten Mantel. Auf seinem Weg kam er an einem armen Mann vorbei, der an der Straße saß. Der Bettler zitterte sehr, weil er so fürchterlich fror und er nicht genügend anzuziehen hatte.
Martin überlegte nicht lange – er musste dem armen Mann helfen. „Ich teile meinen warmen Mantel mit dir“, sagte er. Martin zog sein scharfes Schwert hervor und schnitt seinen Mantel in zwei Hälften. Einen Teil gab er dem fröstelnden Mann, den anderen hängte er sich wieder um. Nun musste der Bettler nicht mehr frieren. Dafür war er Martin sehr dankbar.
Das ist die Geschichte vom heiligen Martin. Nach diesem Erlebnis hat Martin in seinem Leben noch vielen anderen Menschen geholfen. Deshalb war er sehr beliebt. Jedes Jahr am elften November denken wir an ihn und daran, was für ein hilfsbereiter Mann er war. Um den Martinstag zu feiern, gibt es viele Bräuche. Ein Brauch bedeutet, dass die Menschen zu einem bestimmten Anlass immer wieder das Gleiche tun. Einer dieser Martinsbräuche ist der Laternenumzug. In vielen Kindergärten und Grundschulen bereiten sich die Kinder darauf vor, indem sie bunte Laternen für den Umzug basteln.
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