Kreativsein formt die Persönlichkeit
Viele internationale Studien haben bewiesen: Kreative Kinder haben viel Selbstvertrauen und wenig Angst. Sie sind lebendig und sozial, sie verhandeln mit anderen, hören zu, lassen andere Wege gelten und schätzen ihre Mitspieler. Sie sind neugierig, verfolgen eigene Ideen, können sich länger konzentrieren und bringen bessere schulische Leistungen. Kurzum: Sie verfügen über Kommunikations- und Teamfähigkeit, Flexibilität, Sensibilität, Fantasie und Reflexionsvermögen – wichtige Schlüsselqualifikationen, die ihnen als Erwachsener und im späteren Berufsleben nützlich sind. Und philosophisch gesprochen: Von kleinen Menschen, die lernen Probleme – vielleicht auf unkonventionelle Art – anzugehen, profitiert die gesamte Gesellschaft. Viele gute Gründe also, die schöpferischen Ideen der Kinder zu fördern.
Doch lassen sich all diese Fähigkeiten tatsächlich mit Materialien, Farben, Klängen und Formen fördern? Die Hirnforschung weiß: Durch vielseitige Anregung werden die Nervenzellen im Gehirn stärker ausgebildet und in alle Richtungen miteinander verknüpft. Je mehr Nervenzellen und Verknüpfungen sich ausbilden, umso flüssiger fließen die Gedanken und Fantasien. Und auch ungewöhnliche Ideen können besser entstehen.
Ulla Forster,
Diplom-Pädagogin,
Leiterin der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V.