Vielfalt an Materialien und Formen
Schnuller gibt es
in zwei verschiedenen Materialien: aus farblosem Silikon und aus
honigfarbenem Naturkautschuk (Latex). Silikonsauger sind weicher und
glatter und für jüngere Babys angenehmer. Sobald sich die ersten
Zähnchen zeigen, sollten Eltern aber auf Schnuller aus Kautschuk
umsteigen. Aus dem Silikon könnte das Kind durch intensives Saugen und
Kabbeln Stückchen lösen und verschlucken oder in die Luftröhre
bekommen. Einen Latexsauger können die spitzen Babyzähne nicht so
schnell beschädigen. Das Material ist robuster und reißfester, wird
dafür aber schneller porös und hält nicht so lange. Bei dafür
anfälligen Kindern können die auf Basis von Naturkautschuk
hergestellten Schnuller Allergien hervorrufen. Alle Trink- und
Beruhigungssauger im Handel unterliegen speziellen Auflagen des
Bundesinstituts für Risikobewertung und müssen Kontrolluntersuchungen
nach Europäischen (EN) und Deutschen (DIN) Normen bestehen. Labore
prüfen sie außerdem auf gesundheitsschädliche Stoffe.
Der
weiblichen Brustwarze nachempfunden ist die klassische Schnullerform
symmetrisch und hat ein Saughörnchen in Kirschform, das entweder
kugelig oder flach ist. Das anatomisch geformte Modell mit unten
abgeschrägtem Saugteil füllt den Gaumen des Babys aus und zielt darauf,
der Zunge Freiraum zu lassen. Diese „kiefergerechte“ Form mit einer
schmaleren Auflage für die Lippen soll weniger Druck auf die
Kieferleisten ausüben. Sie wurde bereits 1946 durch die Zahnmediziner
Prof. Dr. Dr. Adolf Müller und Dr. med. dent. Wilhelm Balters
entwickelt.