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Schnuller – so finden Sie den richtigen


Nuckel, Nuggi, Lulli, Fopper – der Schnuller hat ebenso viele Namen wie Formen. Woran können Eltern sich bei der Wahl des richtigen Saugers orientieren?



Foto: NUK

Kleine Schnullergeschichte

Dass Babys auch zwischen den Stillmahlzeiten ein natürliches Saugbedürfnis haben, wussten schon vor 4.500 Jahren die alten Ägypter. Sie gaben ihren Kindern kleine Saugtöpfe und Tonfigürchen zum Nuckeln. In anderen Epochen und Kulturen kamen Kork oder Lutschbeutel aus Leinen zum Einsatz. Mit der Entdeckung des Kautschuk wurden die Sauger bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch Gummi ersetzt. Seither hat die Schnullerforschung wahre High-Tech-Nuckel entwickelt. Waren mit den ersten Hartgummischnullern vor hundert Jahren Zahnfehlstellungen und Kieferverformungen bei den Kindern quasi vorprogrammiert, sind die weichen Sauger von heute ganz auf die Bedürfnisse kleiner Münder zugeschnitten.




Vielfalt an Materialien und Formen

Schnuller gibt es in zwei verschiedenen Materialien: aus farblosem Silikon und aus honigfarbenem Naturkautschuk (Latex). Silikonsauger sind weicher und glatter und für jüngere Babys angenehmer. Sobald sich die ersten Zähnchen zeigen, sollten Eltern aber auf Schnuller aus Kautschuk umsteigen. Aus dem Silikon könnte das Kind durch intensives Saugen und Kabbeln Stückchen lösen und verschlucken oder in die Luftröhre bekommen. Einen Latexsauger können die spitzen Babyzähne nicht so schnell beschädigen. Das Material ist robuster und reißfester, wird dafür aber schneller porös und hält nicht so lange. Bei dafür anfälligen Kindern können die auf Basis von Naturkautschuk hergestellten Schnuller Allergien hervorrufen. Alle Trink- und Beruhigungssauger im Handel unterliegen speziellen Auflagen des Bundesinstituts für Risikobewertung und müssen Kontrolluntersuchungen nach Europäischen (EN) und Deutschen (DIN) Normen bestehen. Labore prüfen sie außerdem auf gesundheitsschädliche Stoffe.

Der weiblichen Brustwarze nachempfunden ist die klassische Schnullerform symmetrisch und hat ein Saughörnchen in Kirschform, das entweder kugelig oder flach ist. Das anatomisch geformte Modell mit unten abgeschrägtem Saugteil füllt den Gaumen des Babys aus und zielt darauf, der Zunge Freiraum zu lassen. Diese „kiefergerechte“ Form mit einer schmaleren Auflage für die Lippen soll weniger Druck auf die Kieferleisten ausüben. Sie wurde bereits 1946 durch die Zahnmediziner Prof. Dr. Dr. Adolf Müller und Dr. med. dent. Wilhelm Balters entwickelt.




22.08.2008
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