Breit wickeln
Auch mit den praktischen Einmalwindeln können Sie Ihr Baby breit wickeln. Legen Sie ihm eine erste Windel an wie gewohnt. Anschließend fixieren Sie eine zweite Papierwindel gefaltet, wie sie aus der Packung kommt, quer im Schritt zwischen seinen Oberschenkeln. Wichtig: darüber sollten Sie einen gut sitzendes Windelhöschen oder engen Strampler ziehen. Variante: Damit die züsätzliche Spreizwindel nicht scheuert, können Sie sie auch über dem Strampler anlegen und dann ein Höschen drüber ziehen. Achten Sie darauf, dass das Kind seine Beine gut anhocken und abspreizen kann und nicht zu viel Stoff seine Bewegung einschränkt.
Ursachen und Risiken
Die Ursachen für die
Hüftgelenksdysplasie und -luxatation hat die Wissenschaft noch nicht
gänzlich klären können. In den meisten Fällen ist eine die
Hüftfehlbildung wohl erblich bedingt. Hat die verwandschaft viel mit
überdehnten und gelockerten Bändern oder Gelenken zu tun, kommt eine
Dysplasie augenscheinlich häufiger vor. Werdende Eltern sollten die
Ärzte deshalb informieren, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen.
Neben Hüfleiden in der Familie können das auch
Mehrlingsschwangerschaften oder Fehllagen bei der Geburt sein. Denn
auch wenn das Kind in der Gebärmutter besonders beengt liegt – etwa bei
Zwillingsschwangerschaften oder bei einer Steiß- oder Beckenendlage –
ist das Hüftgelenk bei der Geburt oft unterentwickelt. Einige
Wissenschaftler vermuten, dass auch das Hormon Progesteron an einer
Reihe von Dysplasien Schuld ist: das Schwangerschaftshormon sorgt bei
der werdenden Mutter dafür, dass sich das Becken für die Geburt
lockert. Möglicherweise wirkt es sich aber gleichzeitig auf das Becken
des Ungeborenen aus – vor allem bei den weiblichen Feten: Ein möglicher
Grund, warum Mädchen fünf mal häufiger von der Hüftgelenksdysplasie
betroffen sind, als Jungen.
Dr. med. Detlef Bonnemann,
Kinderorthopäde, Vereinigung für Kinderorthopädie in der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V.