Babys nur im Schatten
Foto: Petit Bateau

Sonne auf Babys Haut?


Das Sonnenlicht ist die Quelle allen Lebens. Es hält unseren Körper und Geist gesund. Die Sonnenstrahlen sorgen beispielsweise dafür, dass in der Haut ausreichend Vitamin-D produziert wird. Das Vitamin reguliert den Kalziumhaushalt im Körper. Unsere Gemütsverfassung hängt ebenfalls viel von der Lichteinstrahlung ab. Doch die Sonne kann für den Menschen auch gefährlich werden, denn ihre so genannten UV-Strahlen gehen „unter die Haut“. Vor allem die kurzwelligen UV-B-Strahlen durchdringen die Oberhaut. Bei Erwachsenen lösen sie bis zu einer gewissen Intensität bestimmte Schutzmechanismen aus, wie die Bräunung der Haut durch das Pigment Melanin. Es schützt die Zellen indem es die UV-Strahlen absorbiert. Bei zuviel Sonne zerstören die UV-Strahlen aber die elastischen Fasern der Haut, schädigen die Keimzellen in ihrer Erbsubstanz oder vernichten sie sogar. Die spätere Folge sind bleibende Pigmentmale, die Hautkrebs auslösen können. Erste sichtbare Sofortfolge der Übersonnung: Sonnenbrand!



Die Kleinsten tragen das größte Risiko

Babys und Kleinkinder sind besonders sonnenbrandgefährdet. Babyhaut ist um ein Vielfaches dünner als Erwachsenenhaut und den UV-Strahlen schutzlos ausgeliefert. Sie kann zu ihrem Eigenschutz das Pigment Melanin noch nicht ausreichend produzieren. Eine normale Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor sollten Eltern für ihr Baby unter 15 Monaten dennoch nicht verwenden. Bisher ist nicht geklärt, welche Folgen die hochwirksamen, UV-filternden Chemikalien der Cremes auf die Babyhaut haben. Immerhin können sie in die dünne Haut besonders tief eindringen und möglicherweise Allergien auslösen. Stattdessen gibt es Spezial-Lotionen mit Mikropigmenten. Das sind winzige Metallblättchen, die die Sonnenstrahlen reflektieren und somit gar nicht in die Haut lassen. Auf der Hautoberfläche kann dadurch keine chemische Reaktion stattfinden – das Allergierisiko wird vermindert.

Schutz für den kleinen Sonnenschein

Der beste Schutz für Babys und Kleinkinder ist, sie vor direkter Sonne zu bewahren. Am Kinderwagen sollten Eltern im Sommer einen Sonnenschirm befestigen und am Strand, im Garten und auf dem Balkon immer für ein schattiges Plätzchen sorgen. Die Kleinen sollten aber auch im Schatten gegen die UV-Strahlen Kleidung tragen: Kopfbedeckung und luftige Baumwollshirts und -hosen aus sonnendichtem Stoff. Am besten eignet sich Spezialkleidung mit eingebautem UV-Protektionsfaktor (UPF), den viele Textilhersteller inzwischen anbieten.

Marijke Santjer

Weitere Informationen
rund um den richtigen Sonnenschutz: www.unserehaut.de


Vorsicht vor Sonnenstich!

Bei einer intensiver Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf können gerade Babys und Kleinkinder schnell einen Sonnenstich bekommen. Darum sollten sie niemals über längere Zeit der Sonne ausgesetzt sein, dürfen nie in der Sonne schlafen. Durch ihren überproportional großen Kopf, ihre noch dünne Schädeldecke und die wenigen Haare kann das Gehirn schnell überhitzen. Bei einem Sonnenstich schwillt das Hirngewebe an, der Druck im Gehirn steigt und das Kind bekommt starke Kopfschmerzen. Anzeichen für einen Sonnenstich sind ein hochroter, heißer Kopf, kühle Körperhaut, Schwindel, Fieber und Übelkeit. Ein Sonnenstich kann sogar lebensbedrohlich werden, wenn das Kind benommen oder sogar bewusstlos wird und Krampfanfälle bekommt. In jedem Fall sollte es bei ersten Anzeichen zum Notarzt gebracht werden.

Erste Sofortmaßnahmen: Das Baby an einem kühlen, schattigen Platz lagern und kalte Umschläge auf die Stirn und den Nacken legen, viel kühles Wasser trinken.

Sonnentabelle
So schützen Sie Ihr Kind richtig



12.11.2008
Artikelaktionen
COMMUNITY


Passwort  vergessen?
Mitglied werden?
FORUM
Berührungsängste beim eigenen Kind
Ihre Meinung dazu ...?
NEWS
14.05.2010
Norwegischen Müttern geht es am besten

Bericht zur Lage der Mütter der Welt 2010 untersucht Lebensumstände von Müttern in 160 Ländern - medizinische Betreuung bei der Geburt spielt wichtige Rolle.

weitere News...
Unser Lieblingstitel

10 aktuelle Medien, die Sie kennen sollten

Amazon-Suche