Die Kleinsten tragen das größte Risiko
Babys und Kleinkinder
sind besonders sonnenbrandgefährdet. Babyhaut ist um ein Vielfaches
dünner als Erwachsenenhaut und den UV-Strahlen schutzlos ausgeliefert.
Sie kann zu ihrem Eigenschutz das Pigment Melanin noch nicht
ausreichend produzieren. Eine normale Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor
sollten Eltern für ihr Baby unter 15 Monaten dennoch nicht verwenden.
Bisher ist nicht geklärt, welche Folgen die hochwirksamen,
UV-filternden Chemikalien der Cremes auf die Babyhaut haben. Immerhin
können sie in die dünne Haut besonders tief eindringen und
möglicherweise Allergien auslösen. Stattdessen gibt es Spezial-Lotionen
mit Mikropigmenten. Das sind winzige Metallblättchen, die die
Sonnenstrahlen reflektieren und somit gar nicht in die Haut lassen. Auf
der Hautoberfläche kann dadurch keine chemische Reaktion stattfinden –
das Allergierisiko wird vermindert.
Schutz für den kleinen Sonnenschein
Der
beste Schutz für Babys und Kleinkinder ist, sie vor direkter Sonne zu
bewahren. Am Kinderwagen sollten Eltern im Sommer einen Sonnenschirm
befestigen und am Strand, im Garten und auf dem Balkon immer für ein
schattiges Plätzchen sorgen. Die Kleinen sollten aber auch im Schatten
gegen die UV-Strahlen Kleidung tragen: Kopfbedeckung und luftige
Baumwollshirts und -hosen aus sonnendichtem Stoff. Am besten eignet
sich Spezialkleidung mit eingebautem UV-Protektionsfaktor (UPF), den
viele Textilhersteller inzwischen anbieten.
Marijke Santjer
Weitere Informationen
rund um den richtigen Sonnenschutz: www.unserehaut.de
Vorsicht vor Sonnenstich!
Bei
einer intensiver Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf können
gerade Babys und Kleinkinder schnell einen Sonnenstich bekommen. Darum
sollten sie niemals über längere Zeit der Sonne ausgesetzt sein, dürfen
nie in der Sonne schlafen. Durch ihren überproportional großen Kopf,
ihre noch dünne Schädeldecke und die wenigen Haare kann das Gehirn
schnell überhitzen. Bei einem Sonnenstich schwillt das Hirngewebe an,
der Druck im Gehirn steigt und das Kind bekommt starke Kopfschmerzen.
Anzeichen für einen Sonnenstich sind ein hochroter, heißer Kopf, kühle
Körperhaut, Schwindel, Fieber und Übelkeit. Ein Sonnenstich kann sogar
lebensbedrohlich werden, wenn das Kind benommen oder sogar bewusstlos
wird und Krampfanfälle bekommt. In jedem Fall sollte es bei ersten
Anzeichen zum Notarzt gebracht werden.
Erste Sofortmaßnahmen: Das
Baby an einem kühlen, schattigen Platz lagern und kalte Umschläge auf
die Stirn und den Nacken legen, viel kühles Wasser trinken.