1 Früh übt sich
Radfahren lernen beginnt lange vor dem ersten Kinderrad: Eltern (oder
Großeltern) sollten ihre Kinder frühzeitig an Mobilität gewöhnen. Ein
Rutscher oder Wutsch sind ideale Starterfahrzeuge. Anschließend stehen Roller oder Laufrad auf dem Einkaufszettel. Erst dann sollte das erste Fahrrad kommen.
2 Kein Rad zum "Reinwachsen"
"Da wächst Du noch rein!" Eltern kaufen die Fahrräder für ihre Kinder gern "auf Zuwachs". Doch die "Riesenräder" überfordern die Sprösslinge. Auf den schweren und unhandlichen Rädern lernen sie nur langsam das Radfahren. In kritischen Situationen haben sie ihr Rad nicht im Griff. Besser: gute Kinderräder, die für längere Zeit passen, da sie quasi mitwachsen.
3 Stützrädern ade!
Von Stützrädern wird inzwischen abgeraten, weil sie nur trügerische Sicherheit bieten. Lieber etwas länger mit den ersten Fahrversuchen warten, denn der schwerste Schritt fürs Kind ist das Einpendeln des Gleichgewichts. Da stehen den meisten Kindern die Erfahrungen mit Stützrädern eher im Wege. Das haben auch die Hersteller erkannt: Stützräder gehören nicht mehr zur Serienausstattung der Spielfahrräder. Sie sind bei einigen Modellen nur auf Anfrage erhältlich.
4 Entspannt und ausgeschlafen
Radfahren Lernen macht nur Spaß, wenn es unter den richtigen Rahmendingungen stattfindet. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind satt und ausgeschlafen aufs Rad steigt. Am späten Freitagnachmittag nach einer anstrengenden Woche sind weder Eltern noch der Nachwuchs in Bestform. Samstags um 11.00 Uhr hingegen sind alle topfit und zur Höchstleistung (Eltern: Geduld, Kind: Radeln) fähig.
5 Üben im sicheren Umfeld
Die ersten Übungsfahrten auf dem Fahrrad sollten immer unter Aufsicht der Eltern auf Plätzen ohne Verkehr stattfinden. Sorgen Sie für ausreichend Gelegenheit, die motorischen Fähigkeiten zur sicheren Beherrschung des Rades (Gleichgewichthalten, Lenken, Anhalten, Auf- und Absteigen) in sicherem Umfeld zu erlernen.
6 Individuelle Fähigkeiten respektieren
Darüber hinaus muss die Persönlichkeit des Kindes berücksichtigt werden. Ist ein Kind sehr spontan und leicht abzulenken, sollte man behutsam starten und länger im Schonraum (großer leerer Parkplatz) bleiben. Ausschlaggebend ist der individuelle motorische und sensomotorische Entwicklungsstand des Kindes.
Hier gehts zu Tipp 7 bis 12...