Zuckersüße Kinderlebensmittel
Cornflakes, Joghurt und Co.: Was sich zunächst gesund anhört, entpuppt sich häufig als übersüßte Kalorienbombe.
Weihnachten ist vorbei und nicht wenige Eltern sind nun bemüht, den Süßigkeitenkonsum ihres Nachwuchses einzuschränken. Anstelle von Schokolade, Plätzchen und Gummibärchen stehen vermeintlich gesunder Joghurt und wertvolle Cerealien auf dem Speiseplan. Aber die gute "Zwischenmahlzeit" mit viel "frischer Vollmilch" und "Vitaminen" ist oftmals alles andere als das, wie die Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch zeigt. Sie hatte deutsche Verbraucher im November dazu aufgerufen, die zuckerhaltigsten Lebensmittel, die speziell für Kinder beworben werden,
vorzuschlagen.
Von Fruchtzwergen und Zuckerriesen
Besonders unter den Milchprodukten finden sich regelrechte Zuckerbomben. Denn nur, weil ein Lebensmittel Milch enthält, ist es noch lange nicht gesund: "Scheinbar gesunde Milchprodukte für Kinder sind meistens keine leichten Zwischenmahlzeiten, sondern klebrige Süßigkeiten", erklärt Anne Markwardt von Foodwatch. So ist ein "Fruchtzwerg", wenn man genauer hin sieht, mit etwa zwei Stücken Würfelzucker pro Becher ein regelrechter "Zuckerriese". Eine kleine Flasche "Monte" von Zott (200 ml) wartet sogar mit acht Stücken auf - das ist noch mehr als dieselbe Menge Cola. Der unangefochtene Spitzenreiter aus dem Kühlregal in punkto
Zuckergehalt ist jedoch Ferreros "Kinder Choco Fresh": 100 Gramm
enthalten satte 39,7 Gramm Zucker, dicht gefolgt vom "Kinder Maxi King"
mit 34,5 Gramm.
Werbung wirkt
Eltern haben es beim Einkauf oft nicht leicht: Bunte Verpackungen und lustige Comic-Figuren ziehen Kinderaugen magisch an und führen dazu, dass so manches Produkt im Einkaufswagen landet, was vielleicht besser im Regal geblieben wäre. Markwardt rät, sich von Werbeversprechen nicht auf die falsche Fährte locken zu lassen und Lebensmittel genauer unter die Lupe zu nehmen. Grundsätzlich als gesunde Zwischenmahlzeit geeignet ist ein Stück Obst.
Mehr Infos: www.foodwatch.de.